Stefan Velkoski wird Schiedsrichter Chef beim Deutschen Eishockey Bund

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Wenn von Mazedoniern im Eishockey die Rede ist, fallen meist die Namen bekannter Spieler mit mazedonischen Wurzeln. Ed Jovanovski, Steven Stamkos, Andy Andreoff, Steve Staios oder Mike Angelidis zählen wohl zu den prominentesten Vertretern. Doch der Eishockeysport wird nicht nur von den Spielern geprägt, die auf dem Eis im Rampenlicht stehen. Auch abseits der großen Namen gibt es Persönlichkeiten mit mazedonischen Wurzeln, die sich seit vielen Jahren mit großem Engagement für diesen Sport einsetzen.

Einer von ihnen ist Stefan Velkoski, der über viele Jahre als Schiedsrichter auf dem Eis steht und den deutschen Eishockeysport aus einer ganz besonderen Perspektive erlebte. Seine Laufbahn führte ihn von den regionalen Spielklassen, darunter die Bayernliga, bis hin zur höchsten deutschen Eishockeyliga, der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Dort war er über Jahre hinweg als Unparteiischer im Einsatz und leitete zahlreiche Begegnungen auf höchstem nationalem Niveau und in der Champions-Hockey-League (CHL).

Neuer Schiedsrichterchef beim DEB

Nun lässt sich mit Fug und Recht behaupten, dass Stefan Velkoski auch abseits des Eises die Spitze des deutschen Eishockeys erreicht hat. Er übernimmt ab sofort die Position des Schiedsrichterchefs beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB). Offiziell trägt seine neue Funktion die Bezeichnung „Director Officiating (extern)“, wie der Verband in seiner Pressemitteilung bekannt gab.

Mit nahezu 1.700 geleiteten Eishockeyspielen bringt Velkoski einen beeindruckenden Erfahrungsschatz in seine neue Aufgabe ein. Dabei sammelte er nicht nur wertvolle Erfahrungen als Unparteiischer, sondern entwickelte auch ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen und Anforderungen des Schiedsrichterwesens. Beste Voraussetzungen also, um künftig nicht mehr selbst auf dem Eis die Entscheidungen zu treffen, sondern die Entwicklung und Ausrichtung des deutschen Schiedsrichterwesens maßgeblich mitzugestalten.

In seiner neuen Funktion übernimmt Velkoski die Gesamtverantwortung für das Schiedsrichterwesen des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Dabei trägt er die Verantwortung für derzeit 194 Unparteiische, deren sportliche Entwicklung und Förderung künftig zu seinen zentralen Aufgaben gehören.

Sein Tätigkeitsbereich geht jedoch weit über die organisatorische Leitung hinaus. Neben der Gewinnung neuer Schiedsrichter verantwortet er insbesondere die strategische Ausrichtung sowie die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Unparteiischen. Auch die Budgetplanung und die Lizenzierung der Schiedsrichter nach erfolgreich absolvierten Lehrgängen fallen in seinen Zuständigkeitsbereich.

Damit übernimmt Velkoski eine Schlüsselrolle bei der langfristigen Weiterentwicklung des deutschen Schiedsrichterwesens und trägt maßgeblich dazu bei, die Qualität und Professionalität der Spielleitungen auf allen Ebenen nachhaltig zu stärken.

Auch in Mazedonien auf dem Eis – als Spieler

Die familiären Wurzeln des 49-jährigen Diplom-Maschinenbauingenieurs liegen im mazedonischen Dorf Žilče nahe Tetovo. Mit seinem Beratungsunternehmen VEL-CON engagiert er sich dort unter anderem als Unterstützer der lokalen Fußballmannschaft. Seinen Lebensmittelpunkt hat er im oberbayerischen Mühldorf am Inn, unweit von München.

Seine Begeisterung für den Eishockeysport entdeckte er einst bei den Kelten aus Burgkirchen. Doch auch in Mazedonien blieb er seiner Leidenschaft treu: Dort stand er gemeinsam mit einheimischen Eishockeyspielern, unter anderem vom HK Vardar Skopje, auf dem Eis und ging auf Torejagd. Darüber hinaus war er 2012 im Rahmen der Inlinehockey WM Qualifikation in Bulgarien als Nationalspieler auf Rollerskates aktiv.

Stefan mit seinem Bruder Dejan bei der Inlinehockey WM 2013 Qualifikation in Sofia, Bulgarien

In der offiziellen Pressemitteilung des DEB äußert sich Stefan Velkoski wie folgt zu seiner neuen Funktion beim DEB:

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit unseren Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern. Mit der neuen Aufstellung haben wir ein erfahrenes Team, in dem jeder seine Aufgaben kennt und sich auf die anderen verlassen kann. Die nächsten Schritte – neue Unparteiische gewinnen, sie gezielt ausbilden und die Qualität auf dem Eis steigern – wollen wir gemeinsam gehen: im Team, mit den Ligen und Vereinen und vor allem mit denen, die Woche für Woche auf dem Eis stehen.“

Das Team von hockey.mk gratuliert Stefan zu seiner neuen Funktion und Aufgabe und wir wünschen ihm viel Erfolg und alles erdenklich Gute!

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